Elektrische Heizsysteme – eine moderne Alternative mit Tradition
Elektrische Heizsysteme gewinnen im Zuge der aktuellen Diskussionen rund um Öl- und Gasheizungen zunehmend an Bedeutung. Bereits Ende der 1970er-Jahre erfreute sich die ESWA Deckenheizung großer Beliebtheit. Seither wird sie sowohl in nationalen als auch internationalen Bauprojekten erfolgreich als primäres Heizsystem eingesetzt. Ausschlaggebend dafür sind bis heute die geringen Anschaffungskosten, die einfache Installation sowie das daraus resultierende angenehme Raumklima.
Ob eine Elektroheizung sinnvoll ist, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Faktoren wie Bausubstanz, Dämmstandard, Fensterqualität und die individuelle Nutzung spielen dabei eine zentrale Rolle. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich eine fachkundige Beratung, die exakt auf Ihre baulichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt ist.
Effizient in der Technik
Aus technischer Sicht sind elektrische Heizsysteme besonders effizient: Bis auf minimale Verluste wird die eingesetzte elektrische Energie nahezu vollständig in Wärme umgewandelt. Das macht sie zu einer effektiven Heizlösung, besonders in Kombination mit erneuerbaren Energien.
Ökobilanz
In Kombination mit Photovoltaik besonders nachhaltig
Wird die ESWA Flächen-Deckenheizung oder Infrarotheitzungen mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher kombiniert, entsteht ein umweltfreundliches und zukunftsorientiertes Heizsystem. Der benötigte Wärmebedarf kann somit ökologisch und kosteneffizient gedeckt werden. Durch die Nutzung eines Batteriespeichers wird der Eigenverbrauch maximiert und der Netzstrombezug deutlich reduziert – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.
Flexibilität durch Strom-Clouds
Eine zusätzliche Möglichkeit bietet die Anbindung an eine sogenannte Strom-Cloud. Nicht genutzter Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist und kann bei Bedarf – z. B. in den Wintermonaten – wieder abgerufen werden. Das erhöht die Unabhängigkeit von Energieversorgern und schwankenden Strompreisen erheblich und verschafft Ihnen langfristig Planungssicherheit und Kostenvorteile.
Heizen mit Strom – Ist das gemäß GEG sinnvoll?
In Zeiten von Klimawandel, steigenden Energiepreisen und politischen Vorgaben zur CO₂-Reduktion steht das Thema Heizen im Fokus wie nie zuvor. Besonders seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) stellt sich für viele Hausbesitzer und Bauherren die Frage: Ist das Heizen mit Strom überhaupt noch sinnvoll – und zulässig?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), zuletzt aktualisiert im Jahr 2024, setzt den gesetzlichen Rahmen für die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude in Deutschland. Es schreibt unter anderem vor, dass neu installierte Heizsysteme ab 2024 mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen müssen. Dieses Ziel soll dazu beitragen, die Wärmewende voranzutreiben und fossile Energieträger weitgehend zu ersetzen.
„Heizen mit Strom“ kann unterschiedliche Formen annehmen:
- Direktheizungen (z. B. elektrische Heizlüfter, Radiatoren, Infrarotheizungen)
- Wärmepumpen, die mit Strom betrieben werden, aber Umweltwärme nutzen
- Nachtspeicheröfen, heute technisch überholt, aber in Altbauten noch verbreitet
Wer neu baut oder saniert, sollte daher auf ein ganzheitliches Energiekonzept setzen, das erneuerbare Energien, Dämmung und smarte Steuerung miteinander kombiniert. Eine fachkundige Energieberatung ist dabei unbedingt empfehlenswert.